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14.04.2019 - Brand in Kürnbach: Feuerwehr verhindert durch schnelles Eingreifen Schlimmeres

Bilder: Schwäbische Zeitung Online (Elmar Grathwohl)

 

In der Nähe des Museumsdorf Kürnbach hat es am Sonntagmittag gebrannt. Aus einem überdachten Werkstattanbau im Ayweg schlugen gegen 12 Uhr Flammen, was einen größeren Feuerwehreinsatz auslöste. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. Besucher des angrenzenden Freilichtmuseums verfolgten die Löscharbeiten aufmerksam.

Zuerst lag die Vermutung nahe, die dicken Rauchwolken kämen vom Backhäusle oder aus der Museumsschmiede, doch rasch war klar, dass in einer benachbarten Werkstatt ein Brand ausgebrochen war. Eine bedrohlich aussehende Rauchwolke zeugte weithin vom Unglück in Kürnbach. Rasch fanden sich schaulustige Festbesucher ein, die teilweise mit Kleinkindern auf dem Arm das Lodern der Flammen beobachteten.

Feuerwehrleute im Qualm kaum noch zu sehen

Sie sahen jedoch nicht nur den Brandherd, sondern auch die ungemein flink eintreffenden Einsatzkräfte und Wehren der umliegenden Gemeinden. Souverän, routiniert und zielstrebig sicherten sie das Gebiet und begannen unmittelbar mit der Wasserzufuhr. Inzwischen herrschte so dichter Qualm, dass man die Feuerwehrleute auf der Drehleiter nicht mehr sehen konnte.

Die Stützpunktfeuerwehr Bad Schussenried war mit ihren Teilortswehren Otterswang und Reichenbach mit etwa 50 Kräften im Einsatz. Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer von drei Seiten aus und über die Drehleiter. So konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die nebenstehenden Wohnhäuser blieben von den Flammen verschont.

Fenster und Türen geschlossen halten

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ebenfalls vor Ort war die Feuerwehr Biberach mit dem Wechselladerfahrzeug Atemschutz, Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller mit ihrem Stellvertreter Florian Retsch, der Rettungsdienst und die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes.

„Wie viele Schutzengel sind das heute wohl?“, sagte eine ältere Dame mit leiser Stimme, ehe sie sich vom Zaun abwandte. Das Wort vom schützenden Engel war in vieler Munde und die Erleichterung darüber, dass der Wind nicht zum historischen Museumsdorf wehte und Gefahr brachte, war groß.

Keine Gefahr für Besucher

Museumsleiter Jürgen Kniep versicherte im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Dorfbesucher bestanden habe. Außerdem gebe es ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept und jeder Mitarbeiter wisse genau, was in solch einem Notfall zu tun sei. Zwei der Museumsangestellten sind aktive, erfahrene Feuerwehrleute und eilten noch vor dem Eintreffen der Wehren zum Brandort, um sich um die Bewohner zu kümmern und die ersten Vorbereitungen für die Löscharbeiten zu treffen.

Polizei nennt mögliche Ursache

Das Mitgefühl für die Geschädigten war groß – doch lobend sind auch die Ruhe und Besonnenheit der Festbesucher zu erwähnen. Keinerlei Unruhe oder gar Panik waren zu spüren. Zwei Stunden später konnten die meisten Einsatzkräfte in der Sicherheit, das Ausbreiten der Flammen auf benachbarte Wohngebäude verhindert zu haben, zurückkehren.

Vor Ort waren auch Polizisten, welche die Ermittlungen zur Brandursache aufnahmen. Diese dauerten zwar am Sonntagabend noch an. Doch ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm nannte auf SZ-Nachfrage einen erste, mögliche Brandursache: „Vermutlich wurde der Brand durch eine Asche, die unsachgemäß entsorgt worden war, ausgelöst.“ Der Anbau sei „erheblich in Mitleidenschaft“ gezogen worden.

 

Quelle: Schwäbische Zeitung Online: https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/bad-schussenried_artikel,-brand-in-k%C3%BCrnbach-feuerwehr-verhindert-durch-schnelles-eingreifen-schlimmeres-_arid,11038735.html

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