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Dementer Mann trotz intensiver Suche weiter verschwunden - wie geht es jetzt weiter?

 

Am Montagvormittag flogen noch Polizeihubschrauber über Bad Buchau, um den 86-Jährigen Mann, der seit Freitag verschollen ist, doch noch zu orten. SZ-Redakteur Kai Schlichtermann hat mit Klaus Merz, stellvertretender Kreisbrandmeister und Koordinator der Suchaktion am Wochenende, über die Aktion gesprochen.

SZ: Herr Merz, woran lag es, dass der demente Mann aus Bad Buchau trotz intensiver, rund dreitägiger Suche in der Federseeregion und Biberach nicht gefunden wurde?

Klaus Merz: Obwohl wir eindeutige Hinweise aus Bad Buchau, Dürnau, Kanzach, dem Seelenwald und Biberach hatten, können selbst rund 1000 Mitarbeiter an drei Tagen der Rettungskräfte das riesige, Quadratkilometer große Gebiet nicht komplett durchsuchen. Die zahlreichen Waldwege, das Gestrüpp und das seichte Ufer am Gewässer.

Irgendwo gibt es immer einen Busch, den man nicht richtig geprüft hat.

Wir haben den besagten Bereich bei Tag und Nacht durchforstet, sogar mit Spürhunden.

Zugleich darf man nicht unterschätzen, das Demenzerkrankte mit Laufdrang eine unglaubliche Kondition an den Tag legen können.

Wie lange dauern solche Suchaktionen normalerweise?

Oft ist es so, dass Vermisste sich natürlich unter Umständen in der Nähe ihres Wohnorts aufhalten. Aber das ist nicht immer so. Bisherige Suchaktionen konnten wir in der Regel nach drei bis vier Stunden abschließen.

Was funktionierte in der Zusammenarbeit mit Polizei und anderen Hilfskräften bislang gut, was nicht?

Die Zusammenarbeit aller Hilfskräfte und der Polizei war ausgesprochen gut, es fand bei den Lagebesprechungen immer ein reger Austausch statt, sodass alle an der Suche beteiligten den gleichen Wissenstands hatten.

An der Kommunikation zwischen den Rettern – darunter auch sehr viele ehrenamtliche –, egal ob leitend oder unterstützend, hat es meiner Meinung nicht gelegen.

Als Koordinator der Suchaktion war ich eher überrascht, dass es überhaupt keine Meinungsverschiedenheiten gab.

Der 86-jährige Bad Buchauer wohnt im Pflegeheim Marienheim in Bad Buchau. Offenbar lief er einfach unbeobachtet aus dem Gebäude. Welche präventiven Maßnahmen müssten ergriffen werden, um solche aufwendigen Suchaktionen in Zukunft zu vermeiden?

Diejenigen, die nicht in geschlossenen Einrichtungen für Demenzerkrankte leben, haben grundsätzlich das Recht, sich weitgehend frei bewegen zu dürfen. Daher kann nie ausgeschlossen werden, dass jemand auch verschwinden könnte.

Dass wir besondere Kompetenz und Empathie brauchen, um solche Menschen in einer Notsituation zu retten, das steht außer Frage. Deshalb hat uns das Gemeinderatsmitglied und Pflegeexperte Michael Wissussek bei der Suchaktion als Demenzberater zur Seite gestanden.

Grundsätzlich können wir ältere Menschen nicht überwachen.

Das verbieten unsere Gesetze. Trotzdem müsste diskutiert werden, ob Demenzerkrankte einen Chip auf freiwilliger Basis – mit Einwilligung der Angehörigen – bei sich tragen sollten, damit Rettungskräfte diese Leute orten können.

Natürlich müssen dabei die Persönlichkeitsrechte und der Datenschutz berücksichtigt werden.

Die Polizei hat offenbar intensiven Kontakt zur Familie des Gesuchten. Die Feuerwehr auch? Wenn ja, wie hat die Familie dazu beigetragen, den Gesuchten aufzuspüren?

Wir hatten ebenfalls einen sehr intensiven Kontakt zu der Familie, wir informierten über unsere Maßnahmen und die Familie unterrichtete uns über den Gesuchten. Sie haben sehr konkrete Hinweise gegeben, die uns in der Regel helfen, Menschen schnell zu retten.

Gibt es Orte des Gesuchten, die er gerne aufsucht? Hat der Verschollene besondere Ereignisse in Bad Buchau erlebt? Gab es Konflikte oder Probleme in seinem Umfeld? Antworten helfen uns weiter. Aber in diesem Fall sind wir nicht weitergekommen.

Aus welchen Gründen fahndet die Polizei erst drei Tage nach dem Verschwinden des Mannes mit dem Foto des Gesuchten?

Die Feuerwehr in Bad Buchau hat frühzeitig bei der Familie ein Foto nachgefragt. Das nutzten wir bei der Suche in unseren Medien. Bei Facebook verzeichneten wir sogar etwa 20 000 Zugriffe. Die Bevölkerung hat offenbar daran Anteil genommen und die Augen offen gehalten.

Am Sonntag hat es Suchmaßnahmen in Biberach gegeben. Gab es konkrete Anhaltspunkte oder war die Suche auf gut Glück?

Es gab Hinweise auf einen möglichen Aufenthalt in Biberach. Sogar im Umfeld des Sohnes, der in einem Hospiz untergebracht ist. Unsere Suchhunde erschnüffelten eine Spur, aber die hat sich nicht konkretisiert.

Wie werden die Rettungskräfte weiter vorgehen?

Die Suchaktion der Rettungskräfte im Umkreis von Bad Buchau ist definitiv beendet.

Das ist üblich nach drei Tagen, zumal ein Mensch ohne Wasser und Nahrung nirgendwo mehr als vier Tage ausharren kann.

Gleichwohl werden die Ermittlungen weiterlaufen. Wenn uns die Polizei anfragt, werden wir sie dabei unterstützen. Dann müsste aber die Polizei auch Hundertschaften stellen.

 

 

Quelle. Schwäbische Zeitung Online - https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-biberach/bad-buchau_artikel,-dementer-mann-trotz-intensiver-suche-weiter-verschwunden-wie-geht-es-jetzt-weiter-_arid,11250871.html

Zahlreiche Gäste konnte Feuerwehrkommandant Andreas Sauter an der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried Anfang Februar in der Mehrzweckhalle in Otterswang begrüßen. Neben dem stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Dangel, Vertretern der Verwaltung, des Gemeinderates, des Landratsamtes, der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes konnte auch der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach e.V. Thomas Engler, der Kreisjugendleiter Thomas Zielmann sowie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren der Nachbarkommunen begrüßt werden.

Zu 98 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried im Berichtsjahr alarmiert, so Feuerwehrkommandant Sauter in seinem Bericht. Insgesamt retteten die aktiven Feuerwehrangehörigen hierbei 12 Menschen. Es wurden ca. 1.200 Stunden ehrenamtlich in Lehrgänge investiert. Im Jahr 2019 konnte die neue Alarm- und Ausrückeordnung eingeführt werden. Im November 2019 wurde durch den Gemeinderat der neue Feuerwehrbedarfsplan verabschiedet sowie die Bestellung eines Kommandowagen (KdoW) konnte erfolgen. Ein weiteres Highlight war die Durchführung des Kreiszeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr Biberach auf dem Festplatz in Bad Schussenried. Feuerwehrkommandant Sauter bedankte sich hier bei den Organisatoren. Die Kinderfeuerwehr hat gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr im Jahr 2019 das Energieprojekt als Pilotprojekt durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. 

Auf den einstimmigen Beschluss des Feuerwehrbedarfsplanes ging auch stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Dangel bei seiner Ansprache ein. Der Gemeinderat zeigte durch den einstimmigen Beschluss seine Wertschätzung gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schussenried. Er bedankte sich bei allen Feuerwehrangehörigen für ihren ehrenamtlichen Einsatz und Engagement. 

Der stellvertretende Abteilungskommandant der Abteilung Stadt, Dieter Patzer, konnte eine Mannschaftsstärke von 72 aktiven Feuerwehrangehörigen, davon 4 Frauen, verzeichnen. Es wurden 58 Lehrgänge durch die Feuerwehrangehörigen besucht. Die Abteilungskommandanten aus Otterswang (Stefan Rimmele), Reichenbach (Manuel Daiber) und Steinhausen (Moritz Klaiber) konnten über eine insgesamte Mannschaftsstärke von 61 aktiven Feuerwehrangehörigen und der Abarbeitung von 20 Einsätzen berichten. Natürlich durften in allen Einsatzabteilungen im Berichtsjahr die Teilnahme an kirchlichen oder weltlichen Veranstaltungen sowie die Unterstützung der örtlichen Vereine bei deren Veranstaltungen nicht fehlen. 

Jugendleiter Alexander Widmann konnte von zahlreichen Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr berichten. Ein Highlight war hierbei die Durchführung des Kreiszeltlagers der Kreisjugendfeuerwehr Biberach auf dem Festplatz in Bad Schussenried. Derzeit gehören 22 Jugendliche, darunter 3 Mädchen, der Jugendfeuerwehr an. Der Leiter der Kinderfeuerwehr Thomas Jaster konnte berichten, dass derzeit 22 Kinder der Kinderfeuerwehr angehörig sind. Highlights im Berichtsjahr waren der Besuch des Kreiszeltlagers in Bad Schussenried, die Durchführung der Schussenputzede und die Durchführung des Energieprojekts gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr.

Der stellvertretende Amtsleiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Biberach bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement und berichtete über aktuelle Zahlen und Fakten auf Kreisebene. Thomas Zielmann, Leiter der Kreisjugendfeuerwehr Biberach, bedankte sich während seines Grußwortes für die reibungslose Durchführung des Kreiszeltlagers und überreichte ein kleines Präsent an die Jugendfeuerwehr. 

Im Anschluss daran wurden die Aufnahmen und Beförderungen durch den stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Dangel und Feuerwehrkommandant Andreas Sauter durchgeführt. Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Bronze für 15 Jahre Feuerwehrdienst konnte A. Härle geehrt werden. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielten M. Müller, H. Raach, R. Schütterle, A. Stephan und M. Widmann. K. Widmann erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold für sein 50-jähriges Engagement für die Freiwillige Feuerwehr. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Thomas Engler, verlieh Feuerwehrkommandant A. Sauter für sein langjähriges Engagement und die herausragenden Verdienste die Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold.

Zum Abschluss dankte Feuerwehrkommandant Sauter im Namen aller Feuerwehrangehörigen dem stellvertretenden Bürgermeister, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung für die tatkräftige Unterstützung der Feuerwehrarbeit im vergangenen Jahr. Die Jahreshauptversammlung wurde traditionell mit ein paar Musikstücken der Feuerwehrkapelle unter Leitung von Walter Hermanutz geschlossen. (WiB)

 

Kontaktdaten

Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried
Zeppelinstraße 12
88427 Bad Schussenried
Tel.: 07583 4253

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir bitten Sie dringend um strikte Beachtung der Verordnungen der Landesregierung Baden-Württemberg.

Nur mit strenger Einhaltung der sehr weitgehenden Regelungen besteht die Chance, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

 

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